Mittwoch, 18. Dezember 2013

Weihnachtsbäckerei, Blue Mountains #2, Port Stephens & Bon Jovi

Hallo meine Lieben :)

Es tut mir leid, ich habe den Blog etwas vernachlässigt in den letzten 2 Wochen, obwohl wirklich viel passiert ist, deshalb kommt jetzt ein extrem langer Eintrag und ich hoffe der ein oder andere von euch liest ihn trotzdem haha :D

Als kurzes Update: 6 Tage bis Weihnachten und jaaa ich bin in Weihnachtsstimmung! :D Obwohl es hier 30° hat kann man sich mit Hilfe von Tee Lebkuchen, Weihnachtsmusik etc. ganz leicht in die richtige Stimmung versetzen.
Meine Gastmum hat letzte Woche auch endlich angefangen das Haus ein bisschen zu dekorieren und jetzt hängen bei uns im Garten überall Lichterketten und sie hat extra einen kleinen Weihnachtsbaum für uns aufgestellt, auf welchen sie so stolz war, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, dass ein Weihnachtsbaum in meinen Augen doch etwas anders aussieht :D. Aber trotzdem sieht das Haus sehr gemütlich aus und auch unter unserem Baum werden Geschenke liegen und es wird am 24. eine Bescherung geben! :)

Eine weiteres MUSS im Dezember ist natürlich das Plätzchen backen! Somit haben Sarah, Regina und ich uns vorletzten Freitag getroffen um klassiche Butterplätzchen zu backen - und ich muss sagen, sie sind uns echt gut gelungen. Nachdem wir es geschafft hatten das Rezept zu verdoppeln (gar nicht so leicht :D) und zwischendurch noch den Angriff einer 'flying cockroach' abwenden mussten, hatten wir nachts um 1 endlich 5 große Dosen voll mit schön verzierten Plätzchen hervorgebracht.

Am Samstag ging es dann zum zweiten Mal, diesmal auf eigene Faust, in die Blue Mountains (wir hatten natürlich vorher das Wetter ausgiebig gecheckt und zum Glück wurden wir endlich mal mit ausgiebigem Sonnenschein belohnt!). Natürlich wollten wir alles gaaanz entspannt angehen lassen und haben uns dann aus Faulheit erst um eins an der Central Station getroffen, um mit dem Zug nach Katoomba zu fahren. Eigentlich wollten wir schon zwei Stationen früher aussteigen, um uns noch die Wentworth Falls anzugucken, aber dummerweise haben wir die Station verpasst und somit mussten wir das dann leider schon mal von unserer Liste streichen - Fail!
In Katoomba angekommen hatten wir dann zum Glück mehr Erfolg und wurden kostenlos (jippieh) mit dem Bus zur "Scenic World" gefahren.

Kleiner Fun-Fact zwischendurch: In Katoomba befindet sich das 'Carrington-Hotel', wo einige Szenen für den Film 'The Great Gatsby' gedreht wurden.

So nun zurück zur Scenic World :D das ist quasi ein kleiner Erlebnispark in den Blue Mountains mit 4 verschiedenen Attraktionen, quer durch den Nationalpark verteilt. Als erstes sind wir mit der 'Scenic Railway' ("the most steepest railway in the world") durch den Berg runter in den Regenwald gefahren. Natürlich saßen wir in der ersten Reihe, wenn schon denn schon :D, und als es los ging, kam tatsächlich ein bisschen Herzrasen auf, als würde man in einer richtigen Achterbahn sitzen :D. Als man dann aus dem Tunnel im Berg herausfuhr eröffnete sich der dicht bewachsene Regenwald-Teil des Nationalparks unter einem, was wirklich sehr beeindruckend aussieht- zum Glück fuhr die Bahn dann doch sehr sehr sehr langsam und es gab genügend Möglichkeiten, Fotos zu machen.
Danach sind wir dann auf dem "Walkaway" einmal quer durch den Regenwald gelaufen, leider mussten wir die weniger kurze Strecke nehmen, da unser Zeitplan sich dann doch als etwas knapp heraus stellte. Mit dem "Cableway" ging es dann den Berg wieder hoch und mit dem "Skyway" (mit Glasboden - sehr cool) einmal quer über den Nationalpark - so dass wir nun endlich auch mal einen Blick auf all das hatten, was beim letzten Mal vom Nebel umhüllt war.
Eigentlich standen danach noch die Katoomba Falls und der Echo Point (plus Sonnenuntergang an den Three Sisters) auf unserem Plan... An den Katoomba Falls sind wir leider gescheitert, wir haben den weg einfach nicht gefunden, der uns direkt zum Wasser führt :D. Somit machten wir uns dann auf den Weg zum Echo Point, laut der Frau, die uns die Tickets für die Scenic World verkauft hatte, ein 10 minutes Walk, laut der Beschilderung ein 60 minutes Walk - also quasi ein Walk ins Ungewisse :D.
Immerhin kamen wir dabei noch an einem kleinen Ausläufer der Katoomba Falls vorbei und konnten die Gelegenheit nutzen, um ein paar schöne Fotos zu machen.
Am Echo Point angekommen (nach 60min :D) wurden wir mit einem wunderschönen Blick auf die Three Sisters im Abendlicht belohnt.
...Und da wir zu diesem Zeitpunkt wirklich keinen Schritt mehr gehen konnten/wollten, haben wir uns den Luxus eines Taxis zurück nach Katoomba gegönnt und hatten dann, trotz unseres engen Zeitplans, noch Zeit eine Pizza zu essen (und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich einen Pizza und Limo nach so einem Tag machen können haha :D).
Um halb 9 ging es dann mit dem Zug zurück nach Sydney, wo wir dann alle todmüde ins Bett fielen.

Viel Schlaf war an diesem Wochenende allerdings nicht eingeplant, um viertel vor 6 klingelte der Wecker schon wieder, denn für Sonntag stand ein Trip nach Port Stephens auf dem Plan. Wir wurden um 10 vor 8 von unserem Guide James aufgesammelt und sind dann in unserem Mini-Van zweieinhalb Stunden übers Land nach Port Stephens gefahren.
In Port Stephens angekommen - gab es dann erst mal ganz klassisch Fish and Chips zum Lunch (angeblich die besten in ganz NSW). Daraufhin ging es dann auf einen Boat Cruise, mit der Hoffnung, ein paar Delfine zu sehen :) Dieser Boat Cruise verlief wesentlich angenehmer, als unser Whale Watching Cruise (weniger Sea Sickness, besseres Wetter etc. :D) und nach circa einer halben Stunde bekamen wir auch die ersten Delfine zu Gesicht, die sich dann später sogar ganz nah an unser Boot heran getraut haben.

Nach dem Boat Cruise hat James unsere Gruppe dann wieder eingesammelt und wir sind richtung Stockton Beach gefahren - berühmt für seine riesigen Sanddünen (und angeblich auch eine beliebte Location für Werbe- und Fernsehproduktionen aus der ganzen Welt).
Natürlich war unser Zeitplan wie immer straff und deshalb ging es sofort los mit einer "4-wheeled Tour" durch die Sanddünen, hin zur höchsten Düne am ganzen Strand. Dort stand dann Sand Sliding auf dem Plan und das war einfach nur Spaß pur! Trotz der enormen Hitze und der Tatsache, dass einem im heißen Sand fast die Füße verbrannt sind, sind wir gleich mehrere Male die riesige Düne hochgestapft um dann total elegant auf unserem Board wieder runterzurutschen :D.

Als letztes stand dann noch Camel Riding auf dem Programm. Manche fragen sich bestimmt zurecht, warum ausgerechnet in Australien Kamel reiten gehen? - Ich hab keine Ahnung :D vielleicht weil man sich in Mitten der Sanddünen wirklich ein bisschen wie in der Wüste vorkam und weil wir es uns einfach lustig vorgestellt hatten, alle hintereinander auf den Kamelen am Meer entlang und durch die Dünen zu schaukeln...und das war es definitiv! (Ich erinnere an Sex and the City Kamel - Szene, wobei wir mit unseren Helmen nicht ganz so sexy aussahen :D).


Letzte Woche stand dann die wohl stressigste Woche beim Radio an - die Xmas-Week - eine Woche voller Gewinnspiele und Aktionen, um neue Supporter für die Station zu gewinnen. Super für mich, um noch ein bisschen mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen :)
...Uuuund ich war am Mittwoch das erste Mal live on air, als Gast. Ich wurde kurz interviewt (über mein Praktikum, was ich in Deutschland mache, wie ich Australien finde usw.) und durfte dann einen Song auswählen und anmoderieren, was ich natürlich gleich mal dazu genutzt habe, um ein bisschen Werbung für Milky Chance zu machen.

Das letzte Wochenende war eigentlich Reginas "Konzert-Wochenende" und wurde dann spontan auch für mich zu einem Konzert-Wochenende, da Regina mich überredet hatte mit ihr für $35(!!!!) zu dem Zusatzkonzert von Bon Jovi am Sonntag zu gehen. Ich dachte mir nur ja warum nicht und ehrlich gesagt würde ich jedes Konzert einer guten Live-Band für ca. 25€ anschauen.Um mich einzustimmen, habe ich Regina dann am Samstag schon mal zum Hyatt begleitet (ja ein bisschen Stalking muss schon mal sein :D) und auf dem Weg dahin hat sie plötzlich einen (für mich) wildfremden Mann auf der Straße angesprochen - wie sich dann herausstellte der Producer von Bon Jovi (Obie O'Brien). Trotz Reginas erster Frage "In which Hotel are you staying?" :D war der Obie mega nett zu uns und wir standen für eine halbe Stunde einfach mit ihm auf der Straße und haben uns unterhalten. Das ganze endete dann damit, dass er sich Reginas Handynummer notierte mit dem Versprechen, sie für das Konzert am Samstag und uns beide für Sonntag irgendwie upzugraden. Zu dem Zeitpunkt habe ich da aber noch nicht ganz dran geglaubt...

Als wir dann am Sonntag um 5 am Sony Entertainment Center ankamen sah es auf den ersten Blick wirklich nicht so aus, als würden dort heute abend  Bon Jovi spielen (uns war schon klar gewesen, dass dieses Konzert sehr klein werden würde, mit so wenig Andrang hatten wir jedoch nicht gerechnet). Naja somit konnten wir das ganze dann relativ entspannt angehen lassen und es gab für uns beide erstmal ein Happy Meal bei Mcces, um gestärkt in den Abend starten zu können :D.
Um 5.30 war dann doors open und wir konnten endlich in die Halle - dachten wir. Nein wir konnten nur ins Entertainment Center, aber noch nicht in die eigentliche Arena, denn dort fand gerade noch der Soundcheck statt. Somit bekamen wir schon mal einen kleinen Vorgeschmack, was der Abend so bringen würde und die Spannung stieg immer weiter. Da der Security-Typ an unserem Gate irgendwie nicht ganz so wachsam war, sind wir durch die nur angelehnte Tür dann mal eben für 5min in die Halle geschlüpft und konnten live den Soundcheck mit ansehen und anhören.
Pünktlich um viertel vor 7 stand dann auf einmal der Obie wieder vor uns (Obie = Person des Abends!! :D) und meinte er würde versuchen, uns Plätze ganz vorne zu besorgen (vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, dass es hier üblich ist, dass alle Konzerte bis zur ersten Reihe bestuhlt sind).
Um 8 sollte das Konzert dann eigentlich losgehen, somit sind wir dann erst zu unseren eigentlichen Plätzen gegangen, um weiterhin nach Obie Ausschau zu halten, natürlich mit der Hoffnung, dass er doch noch Plätze weiter vorne für uns findet. Als wir ihn dann wieder gefunden hatten, meinte er, dass zwar keine Plätze mehr direkt vor der Bühne frei wären, wir aber gerne hier in der ersten Reihe des Sitzblocks sitzen könnten - auf Plätzen die das zehnfache von dem gekostet hätten, was wir letztendlich bezahlt haben - Jackpot wuhuuu! :D ... Ja und zum Konzert kann ich nur sagen, es war einfach mega geil! Ich hatte überhaupt keine Erwartungen, wusste zwar, dass es mir gefallen würde, aber war mir noch nicht mal sicher, wie viele Lieder ich überhaupt kennen würde - ich kannte viele Lieder und als dann noch Hallelujah kam (anscheinend echt selten :) ) und am Ende Happy Xmas von John Lennon, war der Abend perfekt.
Nach dem Konzert bekamen wir alle noch eine DVD mit einem Zusammenschnitt aus drei verschiedenen Konzerten geschenkt und dann ging es (natürlich :D) ab ins Hotel (Allein schon zum Taxi Fahrer zu sagen "To the Four Seasons please" war super witzig). Dort angekommen, saßen wir dann (ich wahrscheinlich als einzig Unwissende :D) mit noch einigen anderen vom Konzert in der Hotellobby und haben gewartet, dass Jon Bon Jovi zufällig vorbei gelaufen kommt :D. Am Ende haben wir dann sogar die ganze Band für ein paar Sekunden gesehen, als sie vom Hintereingang zum Fahrstuhl gelaufen sind und witzigerweise war ich die erste die das bemerkt hat und habe Regina mit meinem beiläufigen "guck mal da oben" wohl etwas in Panik versetzt. :D (Aber ich muss sagen, dank Regina, habe ich nun auch eine kleine Vorliebe für Jon Bon Jovi, der Mann sieht einfach unverschämt gut aus :D)!
Soo, das wars von den letzten Wochen :) Bald steht Weihnachten vor der Tür juhuu! Für Regina und mich geht es am Wochenende jetzt erstmal zum Surfkurs - darüber gibts dann den nächsten Blogeintrag!

Ich hab euch lieb und bis dahin,
Cheers

Pauline








Mittwoch, 4. Dezember 2013

Fußball...Again, Fell asleep at Bondi Beach and much more :)

Hallo ihr Lieben J
Nach 2 Wochen melde ich mich nun mal wieder mit einem Blogeintrag und ich kann sagen, es gibt einiges zu berichten (auch wenn sich hier endgültig der Alltag eingestellt hat und ich in den letzten Wochen einsehen musste, dass auch hier down under nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist :D).

Also wo fange ich an… vorletztes Wochenende war die Nichte meiner Gastmum mit ihrem Mann und deren zwei Kindern (Archie & Hugo – soo süß J) aus Hongkong zu Besuch, plus deren Zwillingsschwester, die aber hier in Sydney wohnt und eigentlich jede Woche einmal vorbei kommt. Somit hatten wir im wahrsten Sinne ein full house und somit den ganzen Tag viel Trubel. Das beste daran war aber eigentlich, dass meine Gastfamilie so für ein Wochenende ihre low-carb diät absetzen musste und wir Samstag und Sonntag quasi exzessive Dinner-Partys veranstaltet haben. Samstag gab es sogar normale „deutsche“ Kartoffeln (ansonsten essen wir hier nur Süßkartoffeln :D), dazu Schweinshaxe und grüne Bohnen…:)

Sonntag gab es dann Seafood, und ich habe wirklich noch nirgendwo so leckere Garnelen und Muscheln gegessen wie hier!!
Sonntagmorgen oder besser gesagt noch Samstagnacht, sprich um 3.00AM habe ich mich dann mit Regina, Isabella und Sarah getroffen, um das Bundesliga-Spiel Bayern gegen Dortmund zusammen mit dem australischen Bayern München Fanclub „Red Kangaroos“ in der Cheers Bar als Liveübertragung anzuschauen. Eine einmalige Erfahrung würde ich sagen :D... Morgens ohne wirkliches Frühstück und noch halb im Schlaf in eine mega volle Bar zu taumeln, wo das Bier natürlich in Strömen fließt, und sich dann mit super aufgeregten Bayern Fans aus aller Welt das Spiel anzusehen kostete mich schon etwas Überwindung, war es dann letztendlich aber auf jeden Fall wert. Spätestens als sich beim 3:0 alle in den Armen lagen und deutsche(!) Fangesänge angestimmt haben, war die Müdigkeit sowieso vergessen ;)
…Somit beschlossen wir dann als das Spiel zu Ende war, schnell bei McDonald’s frühstücken zu gehen und dann zum Bondi Beach zu fahren, um die lang ersehnte Regenpause so gut wie möglich auskosten zu können. Als wir dann um 9Uhr morgens am Beach ankamen, waren wir dort bis auf eine riesige
Gruppe an Schulkindern in neon pinken Neoprenshirts, die dort eine Art Life-Saving-Training (anscheinend Pflicht für Schulkinder in Australien) und den üblichen Surfern, die ersten Sonnenanbeter. Nachdem wir diese Möglichkeit gleich ausgenutzt hatten, um ein paar schöne Strandfotos zu machen und dann noch eine Stunde in der Sonne lagen, machte uns eine riesige Wolke einen Strich durch die Rechnung. Ich verbrachte die nächsten drei Stunden dann mit langer Hose, Top, Strickjacke und noch einer Jacke auf meinem Handtuch. Nachdem wir Lunch gegessen hatten kam allerdings der Schock – wir sahen irgendwie doch alle ziemlich rot aus (wie gesagt EINE Stunde im Bikini in der Sonne gelegen). Deshalb machten wir uns dann nachmittags schon auf den Weg nach Hause, wo dann der endgültige Schock kam: Im Badezimmerspiegel wurde mir das Ausmaß meines Sonnenbrandes erst so richtig bewusst, die Dusche war die reinste Qual und ich verbrachte den Rest des Tages mit kalten Wickeln und ganz viel Aloe Vera auf meinem Bett liegend. Laut unserem Besuch sah ich aus wie ein englischer Tourist und am liebsten hätten sie wohl den ganzen Abend Fotos von meiner glühenden Stirn gemacht, sie haben sich dann aber netterweise doch noch mal zurückgehalten. Ich persönlich wollte Australien an diesem Tag nur noch verfluchen bzw. wohl eher das Ozonloch oder was auch immer die Sonne hier so dermaßen aggressiv macht. Ich hatte noch nie so einen schmerzhaften Sonnenbrand!
…So genug gejammert, auch diese Krise habe ich in ein paar Tagen in den Griff bekommen bzw ist die viele Hitze in meinem Körper dann einer fetten Erkältung gewichen, aber auch die kann ich seitdem mit Aspirin ganz gut im Zaum halten :D.

Da Regina statt der einfachen Erkältung gleich eine akute Bronchitis abbekommen hatte, hatten wir beschlossen, es letzten Samstag etwas ruhiger angehen zu lassen – somit trafen wir uns alle bei mir, um Rush, den Film über Niki Lauda anzusehen (übrigens wirklich sehr zu empfehlen). Dabei durften natürlich Limo, Schokolade, Nachos und Popcorn nicht fehlen (wobei sich die Popcorn-Sache hier auch etwas schwieriger gestaltet, da hier alle nur salziges Popcorn essen, was einem nicht wirklich das typische Kino-Feeling vermittelt :D).

Am Sonntag stand dann ein bisschen Christmas-Shopping an und somit machten wir uns auf den Weg zum Wochenmarkt in the Rocks (dem ältesten Stadtteil Sydneys). Von dort ging es dann weiter zu einem Christmas market in Pyrmont, angeblich nach europäischem Vorbild. Einen Glühwein bekamen wir da zwar nicht, dafür ganz viele Plätzchen umsonst zum probieren J (und ja man hat hier auch trotz 25 °C und Sonne Lust auf Glühwein und Lebkuchen!)
Danach landeten wir dann oh wunder doch am Darling Harbour in der Mall und als es dann um 8 eigentlich noch schnell zum Christmas Tree am Martin Place gehen sollte, sahen wir auf einmal von weitem eine relativ große Bühne, die, wie wir dann herausfanden zu einem ziemlich bekannten Festival gehörte. Dort spielten jedenfalls gerade in diesem Moment Simple Plan und komischerweise
hatten die das Gebiet drum herum nicht großflächig abgesperrt, sondern wir konnten quasi bis vor den Eingang marschieren und uns dann beim Sonnenuntergang am Sydney Harbour noch das Ende des Konzerts anhören (was sich leider auf ein paar Minuten beschränkte, da wir leider ein bisschen zu langsam gewesen waren… trotzdem schön.)
Danach ging es dann noch schnell zu besagtem Weihnachtsbaum (hier gibt es generell sooo viel Weihnachtsdeko und sogar musik spielende Schaufenster mit sich bewegenden Figuren und Landschaften, wie im Kaufhof in Kassel :D)…und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei L.
…Beim Radio fängt jetzt die richtig stressige Zeit an, da mein Chef und seine Frau bald ein Baby bekommen und zudem nächste Woche eine spezielle Xmas-Week ansteht, die dem Sender ganz viele neue Supporter bringen soll. Für diese spezielle Weihnachtsaktion durfte ich dann letzte Woche auch zum ersten mal ein Live Read aufnehmen, vielleicht bekomme ich das ja mal als mp3 Datei, für die, die es interessiert ;)… und wenn alles glatt läuft, bin ich nächsten Mittwoch für eine Viertelstunde als Gast in einer Show und darf ein bisschen Musik aussuchen und über mich erzählen, ich bin sooo gespannt… Wahrscheinlich will ich mich gar nicht selbst im Radio hören :D

Gestern haben Regina und ich es dann endlich auch mal geschafft den Cremorne-Walk zu machen, für alle die es nicht wissen, Cremorne ist der Stadtteil in dem ich wohne (Regina wohnt in neutral bay, gleich daneben). Man kann da jedenfalls bis unten ans wasser laufen und dann so ca. eine halbe Stunde immer entlang der Küste laufen, dort ist dann quasi ein kleiner Park und man guckt auf die City und die Harbour Bridge. Neben den Royal Botanical Gardens ist der Cremorne Point übrigens der beliebteste Spot für Silvester :).


Also ich halte euch auf dem Laufenden und wünsche euch eine wunderschöne Adventszeit! Trinkt einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt für mich mit und esst ganz viel Lebkuchen und gebrannte Mandeln!!... Und ich freue mich über jeden, der mir Bilder von Schnee schickt, den vermisse ich nämlich wirklich! Und der Schnee muss, so leid es mir tut, auf jeden Fall noch bis Februar bleiben! :D

Cheers, Pauline :)






Donnerstag, 21. November 2013

Wie schnell die Zeit vergeht... schon fast die Hälfte vorbei!

Hallo meine Lieben!

Endlich habe ich mal wieder einen Tag frei und habe nun, nachdem ich erstmal eine ordentliche Portion Schlaf nachholen musste, Zeit, mich hinzusetzen und euch von den letzten beiden Wochen zu berichten.
Es ist der Wahnsinn, genau vor 2 Monaten bin ich hier in Sydney angekommen und in etwa 77 Tagen werde ich Australien schon wieder verlassen...

Einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich gar nicht merke wie schnell die Zeit hier dann doch vergeht, hat ganz sicher meine neue Familie! Ich bin super glücklich hier in North-Sydney und habe endlich seit langem mal wieder das Gefühl Teil einer Familie zu sein. :) Sie geben sich wirklich sehr große Mühe, mir so viel wie möglich vom "Aussie-Lifestyle" zu vermitteln, beispielsweise wurde ich dann gleich mal als der 'BBQ-Master' abkommandiert und hatte die alleinige Verantwortung für den Grill (was bei meinen Grillkünsten und der nicht vorhandenen Erfahrung mit so einem riesigen Gasgrill von großem Vertrauen zeugt :D)... aber letzendlich ist nichts angebrannt und angeblich habe ich meinen Job sehr gut gemacht :D


Letzte Woche hat das Wetter hier dann einmal eine Wendung um 180° hingelegt, statt mit Bushfiren hatten wir hier nun mit enormen Regengüssen, Gewitter und Sturm zu kämpfen (das ganze bei wirklich sehr kalten 15-19°!). Somit gestaltete sich unsere Freizeit nicht wirklich interessant bzw was gibt es besseres als bei dem schlechten Wetter, lecker essen zu gehen?! :D
...somit sind Regina und ich mal wieder unserer Pancakes-Sucht verfallen und waren im vielleicht besten Restaurant der Welt essen -"Pancakes on the Rocks" (ursprünglich nur in the Rocks, dem ältesten Stadtviertel Sydney's angesiedelt, daher der Name ;))

Danach ging es dann zur "Eastside Radio Quiz night", quasi einem social event des Radiosenders um die Kontakte innerhalb der Station zu pflegen.
Dort wurden wir dann vor und während dem Quiz auch nochmal ordentlich mit essen versorgt und kamen zudem auch in den Genuss unseres ersten Meatpies (quasi Hackfleischsoße in Blätterteig)- sehr sehr lecker!
Da die Quizfragen sich hauptsächlich um australische Geschichte und Politik, Allgemeinwissen und Jazz-Musik drehten, hätten wir wohl ohne die beiden Mitstreiter in unserem Team (beide schon etwas älter, der eine Jazz Experte, der andere Allgemeinwissensexperte) nicht die geringste Chance gehabt, haben dann aber letztendlich den zweiten Platz belegt und eine LP und eine DVD gewonnen, jippieeh! :)
(Für unseren Teamnamen "Fritz's Schnitzelzauber haben wir auch nochmal bonuspunkte genommen, auch wenn er so gar keinen sinn macht. 'Zauber' war für unsere Teammember DAS witzigste Wort auf Deutsch :D)

Am letzten Samstag musste ich dann auf einem weiteren Event des Senders, dem Black Gold Vinyl Fair, als Volunteer aushelfen. Dort kamen an diesem Morgen ganz viele DJs und Plattenliebhaber aus ganz Australien um in gemütlicher Pub-Atmosphäre ihre exklusiven, alten Schallplatten zu verkaufen. Schon eine Stunde vor Beginn bildete sich vor der Tür eine kleine Schlange an Leuten, die es kaum abwarten konnten, sich endlich durch die Sammlungen zu wühlen - und auch ich kann sagen, dass ich seitdem verstehe, was die Leute an Schallplatten so faszinierend finden, sie haben wirklich einen ganz eigenen Charme :)
Trotz des frühen Aufstehens an einem Samstag und des, Überraschung, durchgehend Regens, also ein sehr schönes Event.

Am Sonntag hatten Sarah, Regina und ich dann eine Tour in die Blue Mountains gebucht (ein canyon-artiger Nationalpark anderthalb stunden weg von Sydney - berühmt für die tolle Aussicht ;))... wir fuhren also um halb 8 morgens zu unserer Pick-up location, es hat natürlich geregnet, und dann um 8 von Sydney richtung Katoomba.
Während unseres kleinen Bustrips, ließen wir uns alle von unserem Guide etwas über australische Geschichte, Sehenswürdigkeiten und die Blue Mountains erzählen (wobei sich die Tatsache, dass er wirklich ununterbrochen sehr monoton geredet hat nicht mit der Tatsache vertragen hat, dass wir um halb 6 aufgestanden waren :D).
Als wir dann in Katoomba ankamen kam die Enttäuschung - überall nebel und starker Regen. Man konnte schon aus dem Bus nur 2 m weit gucken - na toll.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Hoffnung eigentlich schon komplett aufgegeben, überhaupt noch was sehen zu können, aber wir starteten dennoch unseren Walk durch den Regenwald (der an diesem Tag seinem Namen alle Ehre machen konnte ;)) zu einem kleinen Abschnitt der Katoomba-Falls.
An jedem Aussichtspunkt sah man nur eine weiße Wand vor sich und die Atmosphäre auf den Fotos wirkt eher gespenstisch als beeindruckend, aber man muss ja alles mit Humor nehmen! Somit sind wir dann nach einer kurzen Lunch-Pause, in der wir uns mit heißer Schokolade etwas aufgewärmt hatten, noch etwa anderthalb stunden durch den besagten Regenwald gestapft, um dann zu entscheiden, bei gutem Wetter einfach nochmal herzukommen.


Zum Abschluss beinhaltete unsere Tour dann noch einen Boat Cruise über den Parramata River bis zum Sydney Harbour und wie ihr mich kennt liiieeebe ich Boot fahren egal in welcher Situation, aber nach dem Tag war sogar ich so müde und durchgefroren, dass ich einfach nur schnellstmöglich nach Hause, unter die Dusche und dann ins Bett wollte. Meine Gastmum hatte dann sogar als ich reinkam schon den Heizofen aufgestellt, somit wurde der Sonntag abend dann doch noch ganz gemütlich...
Aber ich erinnere nochmal hier ist es eigentlich gerade Frühling, wir sollten 30° und Sonne haben, aber naja stattdessen endete die letzte woche damit, dass ich mit wollsocken, dicker Jogginghose und Pulli vor unserem Heizofen saß :D

Vorgestern war der Regen dann - oh wunder - vorbei! Yeaaahhh! :)
...Und zufällig hatte Regina am Montag rausgefunden, dass die australische Fußball Nationalmannschaft - die Socceroos - am Dienstag in Sydney gegen Costa Rica spielen und die Concession Tickets uns nur $15 kosten würden. Also Nationalelf für 10€ bekommt man in Deutschland lange nicht und immerhin sind sowohl Australien als auch Costa Rica für die WM nächstes Jahr qualifiziert, also dachten wir uns nichts wie hin!
So konnten wir die ersten Sonnenstrahlen seit über einer Woche am Dienstagabend im "Allianz-Stadium" in Sydney genießen!
Vor dem Spiel habe ich noch schnell eine Socceroos-Fahne gekauft, damit wir Australien auch gebührend anfeuern können! Die Stimmung war super gut, Australien hat natürlich gewonnen (1:0) und in der Halbzeit wurde dann ganz klassich Fish&Chips gegessen. Ein super tolles Erlebnis und ich kann euch schon verraten, dass das nicht mein letztes Fußballspiel für diese Woche war, aber dazu dann im nächsten Blogeintrag mehr...
 


Ganz liebe Grüße an euch alle, ich hoffe ihr genießt die Vorweihnachtszeit (ich werde mir hier auch sehr große Mühe geben, wenigstens etwas in Weihnachtsstimmung zu kommen) und ich wünsche euch ganz viel Schnee, der hoffentlich noch da ist, wenn ich wieder komme haha :D :D

Cheers! Pauline :)


Samstag, 9. November 2013

Mein "neues" Zuhause :)

Einen wunderschönen Samstag Morgen wünsche ich euch! :)
Wie ihr ja wahrscheinlich alle schon wisst, habe ich vor zweieinhalb Wochen die Gastfamilie gewechselt. Ich fühle mich richtig wohl hier und das Haus ist einfach wunderschön und gemütlich. Dafür nehme ich dann auch gerne die 45min Busfahrt zur Arbeit in Kauf (immerhin jeden morgen/abend über die Harbour Bridge mit Blick aufs Opernhaus, was will man mehr).
Da viele von euch nach Fotos von meinem Zimmer etc. gefragt hatten, sind hier nun ein paar Schnappschüsse :)














  

Montag, 4. November 2013

Weitere Planung - Weihnachten ist gerettet, belated Happy Halloween, Whale Watching & Milky Chance down under

Cheers Mates!
...wieder hat eine neue Woche down under für mich begonnen und ich habe endlich ein bisschen Zeit euch ein bisschen von der vergangenen Woche zu erzählen. Natürlich soll nach dem etwas negativen Post letzte Woche jetzt mal wieder ein durch und durch positiver Post folgen, denn eigentlich geht es mir hier wirklich super und ich habe wirklich die beste Zeit meines Lebens.

Nach der kurzen Panik letzte Woche, Weihnachten alleine hier in Sydney verbringen zu müssen, weil meine Gastfamilie bis Anfang Januar nach Hawaii fliegt, hat sich jetzt doch noch alles zum Guten gewandt. Meine Hostmum hat sich damit einverstanden erklärt, dass Regina und ihr Freund über Weihnachten und Silvester hier bei mir im Haus einziehen und somit können wir Weihnachten ganz nach unseren Wünschen mit Plätzchen backen, einem richtigen Weihnachtsessen, Deko, Weihnachtsfilmen etc. gestalten. So wird es dann hoffentlich nicht allzu schwer, Weihnachten nicht im gewohnten Umfeld zu verbringen.

Nachdem wir letzte Woche nun auch angefangen haben, unsere Rundreise zu planen, konnte ich jetzt auch meinen Rückflug genau umbuchen und ich kann euch sagen, in 95 Tagen habt ihr mich wieder an der Backe! :D ... Da ich ja aufgrund des Praktikums unter der Woche so gut wie gar keine Zeit habe, etwas zu unternehmen, muss alles auf die noch verbleibenden Wochenenden aufgeteilt werden, was wirklich nach einer sehr guten Planung verlangt. Auf uns warten nämlich noch die Blue Mountains, Port Stephens, ein Surfkurs (Jippiiiehh :) ), diverse kleinere Sachen in Sydney selbst und natürlich das Weihnachtsshopping nicht zu vergessen ;).

Die letzte Woche wurde dann hauptsächlich von Halloween geprägt - hier quasi wie Fasching in Deutschland. Es geht nicht unbedingt darum, besonders gruselig auszusehen, sondern einfach möglichst auffällig zu sein. Seit letztem Samstag trieben sich jeden Abend lauter merkwürdige Gestalten in der Stadt herum, alle auf dem Weg zu einer der vielen Halloweenparties. Besonders süß waren allerdings die ganzen kleinen Kinder, die sich am Donnerstagabend fürs Trick or Treating auf den Weg von Haus zu Haus gemacht haben.
Wir waren dann am Donnerstag bei einer Backpacker Halloween Party in der City, hatten vorher natürlich im Dollar King (sozusagen der 1€ Shop hier) ein paar Schminkutensilien geholt, und standen somit letztendlich den anderen Verkleidungen, trotz fehlendem "richtigem" Kostüm, in nichts nach.



Am Freitag fand dann, anlässlich Sarahs und Xaviers Geburtstag, eine weitere Halloween Party in einem der Student Häuser statt. Wie immer bei diesen Hauspartys war die Stimmung sehr ausgelassen und feucht-fröhlich, so dass die Polizei leider um kurz vor 1 kam und alle, die im "Vorgarten" standen, ins Haus schicken musste, weil es Beschwerden über Lärm gegeben hätte. Die Police Officers waren aber beide selber noch sehr jung und es schien ihnen eher unangenehm zu sein, die Party etwas runterdrosseln zu müssen. Als ihnen dann noch von verschiedenen Seiten Drinks angeboten wurden, wären sie wahrscheinlich eher lieber selbst geblieben ;D

Samstag war das Wetter dann leider nicht so gut, es war total schwül und durch die Bushfire war die ganze Stadt wieder in einen grauen Smog gehüllt. Somit wurde aus dem zweiten Teil der Geburtstagsparty - einem BBQ am Bondi Beach - leider nichts.
Stattdessen waren wir dann am Darling Harbour essen und haben bei einem sehr guten Italiener, das perfekte Geburtstagsmenü für einen sehr günstigen Preis bekommen :).

Am Sonntag stand dann unser Whale Watching Cruise an. Leider war das Wetter immer noch nicht besser, man konnte schon nach circa 10 Minuten Fahrt mit dem Boot, nichts mehr vom Hafen oder der Skyline erkennen. Die "Hinfahrt" war sehr rasant, mit sehr starkem Wellengang und leider schlug da schon einigen das Schaukeln auf den Magen. Am Ende war dann ca. 60% der Passagiere seekrank und wir brauchten uns nicht mehr wundern, warum man schon bei der online Buchung ausführlich über Sea Sickness informiert wurde. Mir hat das ganze nichts ausgemacht, wie ihr ja wisst, liebe ich Boot fahren mehr als alles andere :).
Durch das komische Wetter entstand dann draußen auf dem offenen Meer zwischenzeitlich eine total gespenstische Atmosphäre, weil alle teilweise 15 Minuten lang stumm auf dem leicht hin und her schwankenden Boot standen und auf die Wale gewartet haben, um uns herum der Ozean, der an diesem Morgen eine ganz dunkle, fast schwarze Farbe hatte.

Nach zweieinhalb Stunden Boat Cruise waren wir eigentlich schon halb auf dem Rückweg, als uns eine Walkuh samt Kalb noch einmal total überrascht haben, indem sie gar nicht weit von unserem Boot weg, mehrmals komplett aus dem Wasser herausgesprungen sind. Laut unserem Tour Guide passiert das höchstens ein bis zweimal in vier Wochen, wir haben also echt super viel Glück gehabt und so sind am Ende doch noch extrem gute Fotos mit sehr viel Wal drauf entstanden (Danke an Regina :D).



Mein Praktikum läuft seit dieser Woche auch wieder reibungslos ab und ich habe am Donnerstag erstmals die Chance bekommen, einen komplett eigenen Artikel für unsere Website zu schreiben.
Natürlich wollte ich etwas über Musik schreiben, aber auch ein bisschen was von mir und meiner Heimat mit einfließen lassen und somit ist jetzt am Ende ein Artikel über Milky Chance herausgekommen. Ein junges Künstlerduo aus Kassel, die meiner Meinung nach einen extremen Karrierestart hingelegt haben und zudem noch Musik machen, die man so noch nicht überall gehört hat und die trotzdem aber eine breite Masse an Menschen begeistert.
Meinen Artikel könnt ihr hier anschauen, wenn es euch interessiert ;)
http://eastsidefm.org/2013/11/milky-chance-singer-songwriter-folk-indietronic-from-germany/

So das war es jetzt auch schon wieder zur vergangenen Woche, ich melde mich nächste Woche wieder, wenn es etwas spannendes zu berichten gibt. :)
Ganz liebe Grüße,
Pauline

Montag, 28. Oktober 2013

Alltag, Public Transport, Umzug usw.

Hallo ihr Lieben,
Mittlerweile ist auch hier in Sydney für mich der Alltag wieder eingekehrt und damit auch das erste kleine Tief meines Aufenthalts in Sydney. Irgendwie lief in der letzten Woche nichts so wie geplant, eine Enttäuschung folgte der nächsten und ich musste mir einfach eingestehen, dass Sydney auch nur eine unübersichtliche Großstadt mit normalen Leuten ist. Nichtsdestotrotz natürlich wunderschön.
Es fing also alles damit an, dass mein Praktikum diese Woche entweder ziemlich anstrengend und nervig verlief (Danke an alle Menschen am Telefon, die kein Verständnis dafür haben, wenn man ihr Genuschel nicht gleich beim ersten Mal versteht!) oder einfach ziemlich langweilig und sinnlos.
Mein Chef hat sich dafür am Ende der Woche allerdings auch entschuldigt und ich bin optimistisch, dass die kommende Woche wieder viel besser wird.

Am Donnerstag stand dann mein Umzug an, von Potts Point sollte es nach Cremorne gehen. Nach einer kurzen Panikattacke, als mein Koffer nicht zu ging und der Reisverschluss in dem Moment schon drohte zu platzen (ich weiß absolut nicht wie ich mein ganzes Zeug wieder zurück nach Deutschland bekommen soll...), saß ich abends um kurz vor 6 endlich im Taxi nach Nord Sydney. Einmal runter zum Hafen, über die Harbour Bridge und dann oben auf dem Berg - sagt sich so einfach. Wenn man aber wie ich einen indischen Taxifahrer hat, der nicht weiß wo Cremorne liegt und kein Navi besitzt, gestaltet sich diese Tour schon komplizierter. So haben wir dann, ich mit der Straßenkarte auf dem Schoß, knapp eine Dreiviertelstunde gebraucht, um uns in der Rush Hour nach North Sydney zu quälen.
Das Ganze hat mich am Ende dann stolze $40 gekostet.
Am nächsten Tag wurde mir dann erzählt, dass ich am besten gleich hätte wieder aussteigen sollen, als ich gemerkt hätte, dass der Taxifahrer kein Navi besitzt (eigentlich anscheinend Pflicht hier in Sydney und macht ja auch Sinn) oder dass ich am Ende zumindest die Details des Fahrers hätte aufschreiben sollen, um jetzt mein Geld zurück zu verlangen. Aber daran denkt man ja auch nicht sofort.
Naja, zumindest war ich froh heile mit meinem ganzen Gepäck in Cremorne angekommen zu sein.
Der erste Eindruck vom neuen Haus, meinem Zimmer und der Familie machte das ganze dann jedoch wieder wett. Das Haus ist mega groß und sehr schön eingerichtet. Ich habe ein Queen Size Bett, einen großen Kleiderschrank und ein eigenes Bad - Was will man mehr!

Aber wie gesagt, diese Woche war meine Pech-Woche und somit kam der nächste Dämpfer nur ungefähr eine Stunde später, als ich meine Gastmum fragte, ob es denn okay sei, wenn ich evtl. bis Ende Januar bei ihnen bleiben würde. Sie meinte dann nur, dass das theoretisch kein Problem wäre, dass sie davon aber nichts gewusst hätte (Danke an die "Super-hilfreiche" Organisation) und dass sie nun eben alle am 20. Dez nach Hawaii in den Urlaub fliegen würden. Ich könnte aber gerne auf das Haus und den Hund aufpassen in der Zeit, dann müsste sie keine anderen Mieter finden, die sich um Weihnachten und Silvester um das Haus kümmern. Also konnte ich mich nun endgültig von einem familiären, gemütlichen Weihnachten verabschieden.
Zum Glück habe ich hier super liebe Freunde gefunden und irgendwie werden wir uns schon ein schönes Weihnachtsfest mit dem Hund in dem riesen Haus zaubern.

Am Freitag merkte ich dann zum einen an der Uhrzeit, zu der mein Wecker mich aus dem Schlaf riss, und zum anderen an der Tatsache, dass ich eine geschlagene Stunde von der Arbeit nach Hause brauchte, dass es schon einen Unterschied macht, ob man eine halbe Stunde zu Fuß von der City entfernt wohnt oder ob man immer mindestens zwei Busse nehmen muss, um aus Cremorne rauszukommen.
Das hatte ich so nicht erwartet, eigentlich müsste man doch meinen, dass eine Stadt wie Sydney, in der über 4 Millionen Menschen täglich zur Arbeit und wieder zurück müssen, ein sehr gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln hat. Pustekuchen. Bahnen fahren sowieso nur in der Sydney und wenn, dann eher noch richtung Süd-Westen. Und die Busse kommen hier sowieso wie sie wollen. Mal halten sie einfach nicht an, obwohl du wie blöd winkend am Straßenrand stehst, mal kommen sie 10min früher als angekündigt, mal kommen sie gar nicht und manchmal halten sie eben auch nicht an, wenn du aussteigen willst.

Letzteres ist mir dann Samstag nacht passiert und dieser Trip hat meine Horrorwoche dann engültig perfekt gemacht. Ich wollte also bloß von der Central Station zwei Stationen zu der Bus Station fahren, wo mein Bus nach Cremorne abfährt, habe auch extra den Busfahrer gefragt, ob er dort hält, er meinte ja und somit dachte ich, dass ich auf der sicheren Seite bin. Eine Station danach stiegen ungefähr 100 betrunkene Halloween Gestalten ein, was den Bus in ein unübersichtliches Gedränge verwandelte und den Busfahrer anscheinend dazu veranlasste, nicht mehr in der City zu halten, sondern den direkten Weg über die Brücke zu wählen. Blöd nur für mich, aber gut dachte ich mir, steigst du halt hinter der Brücke direkt aus und nimmst von dort zur Not ein Taxi. Der Bus hielt allerdings auch nicht direkt hinter der Brücke, sondern fuhr auf direktem Weg auf den Motorway, am Olympic Park vorbei, immer weiter, immer schneller, durch einen ewig langen Tunnel hindurch und hielt dann auch erst nach 20min wieder. Dort bin ich dann natürlich sofort ausgestiegen und bekam leichte Panik, als mir bewusst wurde, dass ich mich bloß auf einer kleinen Verkehrsinsel mit zwei Bushaltestellen mitten auf dem Motorway befinde - links und rechts jeweils 3 Spuren, wo die Autos mit 100 an mir vorbei rasten. Mir wurde dann leider auch gesagt, dass es hier unmöglich ist, ein Taxi zu bekommen, dass es aber eigentlich einen 24h Bus Service gebe. Aber wir wissen ja, wie das mit den Bussen hier so ist...
Mir blieb trotzdem nichts anderes übrig, als nachts um halb 2 dort auf der Autobahn, mehr als 30km außerhalb von Sydney, bei sehr geringen Temperaturen und mit nur 15% Handyakku, 50min auf den Bus zu warten, der mich dann hoffentlich wieder zurück in die City bringen sollte.
Der Bus kam zum Glück pünktlich, hat mich nicht übersehen und innerhalb von 15min wieder zurück in die City gebracht. Von dort aus habe ich dann das erste Taxi genommen, was mir begegnet ist und war unendlich erleichtert, als ich um 3 dann endlich in meinem sicheren und warmen Bett lag.

Aber natürlich sind mir nicht nur schlechte Dinge passiert diese Woche, eine Woche wo nur schlechtes passiert gibt es hier glaube ich gar nicht.
Wir haben zum Beispiel am Dienstag endlich unseren lang ersehnten Pancake Abend gemacht und trotz ein paar ungewöhnlichen Zutaten wie "self-raising-flour" (man braucht so angeblich kein Backpulver) und einer nicht beschichteten Pfanne, haben die Pancakes unheimlich gut geschmeckt und uns alle ein bisschen glücklicher gemacht.
Dann war ich mit einer anderen Praktikantin am Mittwoch noch einmal bei den Night Noodle Markets. Die sind Teil des "Good Food Months" hier in Sydney und man kann die Atmosphere dort eigentlich wie bei einem riesigen Picknick mitten in der Stadt beschreiben.
Das Wochenende habe ich dann komplett in der City verbracht. Samstag waren wir erst am Darling Harbour und bei den Paddy's Markets, einem riesigen Indoor Markt in Chinatown, wo es eigentlich nur unglaublich viel Mist und gefälschte Markenware gibt, aber trotzdem macht es irgendwie Spaß dort zu stöbern und Obst und Gemüse ist dort unendlich günstig und sehr lecker.
Am Samstag abend gabs dann ausnahmsweise mal Dinner in der City, ganz stilecht Jägerschnitzel mit Pommes bei einem Fußballspiel im Pub.
Danach haben wir dann noch bei einem sog. International Pubcrawl mitgemacht. Dabei treffen sich ganz viele internationale Students beim Queen Victoria Building, man zahlt $10 und dann zieht die Gruppe durch 4 verschieden Bars/Clubs, man bekommt jeweils freine Eintritt und ein Freigetränk. Eine ganz nette Möglichkeit, um die verschiedenen Bars in der Stadt kennen zu lernen und natürlich vom Preis her unschlagbar.
Gestern habe ich dann mit Sarah (auch eine Praktikantin hier) angefangen, unsere Rundreise nach dem Praktikum zu planen. Gar nicht so einfach, was man da alles beachten muss und es ist so schwer sich zu entscheiden, was man sich noch anguckt und was man doch aus Zeit- und Geldgründen auslässt.
Ich freue mich jetzt schon total auf die Zeit, das wird dann der gebührende Abschluss meines Aufenthalts hier down under.

So, da heute ja Montag ist kann ich nur sagen, auf eine (hoffentlich) bessere Woche, welche heute morgen zwar leider schon mit strömendem Regen und nur 19 Grad begonnen hat, aber eigentlich angesichts mehrerer Halloween-Partys und dem Whale Watching am Sonntag nur gut werden kann.
Ganz liebe Grüße ins herbstliche Deutschland!
Eure Pauline


Montag, 21. Oktober 2013

Happy Birthday Sydney Opera!

Hallo ihr Lieben :)
Das Sydney Opera House feiert dieses Jahr 40. Geburtstag, weshalb gestern Vormittag eine kleine Feier auf dem Opernvorplatz abgehalten wurde - mit ganz vielen Reden, einer Navy Kapelle, einem Chor, einer Tanzeinlage und einem riesigen Cupcake. Das Event nannte sich "Cake & Song" und eigentlich sollte das ganze Publikum zusammen mit dem Chor und der Kapelle Happy Birthday singen und dann sollte jeder einen miniatur Cupacake bekommen. Für uns endete das ganze leider als Song ohne Cake, weil keine Cupcakes mehr übrig waren, als wir mit unserer Tour durchs Opernhaus fertig waren. Wir hätten uns wahrscheinlich direkt nach dem offiziellen Teil draußen mit in die Menge drängeln müssen, um noch etwas abzubekommen, aber naja was soll's...



Montag, 14. Oktober 2013

Schon wieder eine Woche vorbei...

Hallo ihr Lieben :)
Es ist gerade Montag morgen kurz nach 10 und, wir haben nur 17 Grad, es ist bewölkt, stürmt und regnet zwischendurch, man könnte meinen ich befinde mich wieder im deutschen Herbst... Aber ich kann euch beruhigen, ich sitze gerade bei meinem Praktikum im sonst eigentlich sehr sonnigen Sydney. Irgendwie ist es typisch für den australischen Frühling, dass das Wetter hier ständig wechselt und die Temperaturen innerhalb von einem Tag um 15 Grad sinken bzw. steigen können. Aber man gewöhnt sich dran und so habe ich meine schönen, kuscheligen Pullover wenigstens nicht ganz umsonst eingepackt.

Trotzdem merkt man, dass der heiße Sommer mit immer größeren Schritten näher kommt, beispielsweise ist es jetzt immerhin schon bis 7 Uhr hell, was ja schon mal ein Fortschritt ist :D

Gestern war dann wieder so ein besonders heißer Tag und wir hatten beschlossen uns am Coogee Beach zu treffen und dann den Costal Walk in Richtung Bondi Beach zu starten. Eigentlich eine sehr angenehme Tour, ca.6km, in 2 Stunden zu schaffen.
Also starteten wir so gegen 1 bei 36 Grad unseren Marsch, total fasziniert von der unglaublichen Aussicht auf den Ozean. Leider endete der Bush Walk nach ca. 2km plötzlich und wir wussten, wir hatten irgendetwas falsch gemacht :D... ein netter Spaziergänger teilte uns dann mit, dass der Walk zum Bondi Beach genau in die andere Richtung geht und wir gerade quasi bis ans Ende von Coogee gelaufen waren... dumm gelaufen, aber egal, dann ging es halt wieder zurück zum Coogee Beach. In der Zwischenzeit waren die Temperaturen noch weiter gestiegen und nachdem wir uns erstmal im McDonalds wieder aklimatisiert hatten, beschlossen wir den restlichen Nachmittag erstmal am Strand zu verbringen und unseren zweiten Walk zum Bondi Beach dann um 5 zu starten. Eine Abkühlung im Meer war eindeutig das, was wir zu dem Zeitpunkt am ehesten brauchten...
Um 5 bei langsam untergehender Sonne starteten wir dann den Costal Walk zum Bondi Beach in die richtige Richtung. Man kommt dabei an drei anderen Stränden vorbei, dem Tamarama Beach, dem Clovelly Beach und dem Bronte Beach. Alle drei sehr schön und nicht ganz so überfüllt wie Coogee, Mainly und Bondi. Ein Highligtht am Bronte Beach waren die vielen Surfer, die sich gegen Abend im Wasser versammeln, wenn die meisten Schwimmer schon nach Hause gehen.
Passend zum Sonnenuntergang bekamen wir dann auf den letzten Kilometern noch eine relativ große Gruppe von Delfinen zu sehen, die sich extrem nah an der Küste versammelt hatten.

In der letzten Woche hatte ich ein paar Probleme mit dem Wlan in meiner Hostfamily und mit dem mobilen Internet auf meinem Handy, das sollte jetzt aber alles geregelt sein und (zumindest auf dem Handy) wieder einwandfrei funktionieren.

Eine letzte gute Nachricht ist, dass ich in anderthalb Wochen meine Hostfamily wechseln kann, da sich das Ehepaar wo ich momentan lebe doch als etwas merkwürdig herausgestellt hat. Ich werde dann nach Cremorne ziehen, ein Suburb eher im Norden Sydneys, von dort aus brauche ich dann zwar immer ca. eine halbe Stunde in die City, aber dafür ist es eine Familie mit 2 Kindern in meinem Alter und einem Hund. Ich bin sehr gespannt und werde euch auf jeden Fall berichten...