Donnerstag, 21. November 2013

Wie schnell die Zeit vergeht... schon fast die Hälfte vorbei!

Hallo meine Lieben!

Endlich habe ich mal wieder einen Tag frei und habe nun, nachdem ich erstmal eine ordentliche Portion Schlaf nachholen musste, Zeit, mich hinzusetzen und euch von den letzten beiden Wochen zu berichten.
Es ist der Wahnsinn, genau vor 2 Monaten bin ich hier in Sydney angekommen und in etwa 77 Tagen werde ich Australien schon wieder verlassen...

Einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich gar nicht merke wie schnell die Zeit hier dann doch vergeht, hat ganz sicher meine neue Familie! Ich bin super glücklich hier in North-Sydney und habe endlich seit langem mal wieder das Gefühl Teil einer Familie zu sein. :) Sie geben sich wirklich sehr große Mühe, mir so viel wie möglich vom "Aussie-Lifestyle" zu vermitteln, beispielsweise wurde ich dann gleich mal als der 'BBQ-Master' abkommandiert und hatte die alleinige Verantwortung für den Grill (was bei meinen Grillkünsten und der nicht vorhandenen Erfahrung mit so einem riesigen Gasgrill von großem Vertrauen zeugt :D)... aber letzendlich ist nichts angebrannt und angeblich habe ich meinen Job sehr gut gemacht :D


Letzte Woche hat das Wetter hier dann einmal eine Wendung um 180° hingelegt, statt mit Bushfiren hatten wir hier nun mit enormen Regengüssen, Gewitter und Sturm zu kämpfen (das ganze bei wirklich sehr kalten 15-19°!). Somit gestaltete sich unsere Freizeit nicht wirklich interessant bzw was gibt es besseres als bei dem schlechten Wetter, lecker essen zu gehen?! :D
...somit sind Regina und ich mal wieder unserer Pancakes-Sucht verfallen und waren im vielleicht besten Restaurant der Welt essen -"Pancakes on the Rocks" (ursprünglich nur in the Rocks, dem ältesten Stadtviertel Sydney's angesiedelt, daher der Name ;))

Danach ging es dann zur "Eastside Radio Quiz night", quasi einem social event des Radiosenders um die Kontakte innerhalb der Station zu pflegen.
Dort wurden wir dann vor und während dem Quiz auch nochmal ordentlich mit essen versorgt und kamen zudem auch in den Genuss unseres ersten Meatpies (quasi Hackfleischsoße in Blätterteig)- sehr sehr lecker!
Da die Quizfragen sich hauptsächlich um australische Geschichte und Politik, Allgemeinwissen und Jazz-Musik drehten, hätten wir wohl ohne die beiden Mitstreiter in unserem Team (beide schon etwas älter, der eine Jazz Experte, der andere Allgemeinwissensexperte) nicht die geringste Chance gehabt, haben dann aber letztendlich den zweiten Platz belegt und eine LP und eine DVD gewonnen, jippieeh! :)
(Für unseren Teamnamen "Fritz's Schnitzelzauber haben wir auch nochmal bonuspunkte genommen, auch wenn er so gar keinen sinn macht. 'Zauber' war für unsere Teammember DAS witzigste Wort auf Deutsch :D)

Am letzten Samstag musste ich dann auf einem weiteren Event des Senders, dem Black Gold Vinyl Fair, als Volunteer aushelfen. Dort kamen an diesem Morgen ganz viele DJs und Plattenliebhaber aus ganz Australien um in gemütlicher Pub-Atmosphäre ihre exklusiven, alten Schallplatten zu verkaufen. Schon eine Stunde vor Beginn bildete sich vor der Tür eine kleine Schlange an Leuten, die es kaum abwarten konnten, sich endlich durch die Sammlungen zu wühlen - und auch ich kann sagen, dass ich seitdem verstehe, was die Leute an Schallplatten so faszinierend finden, sie haben wirklich einen ganz eigenen Charme :)
Trotz des frühen Aufstehens an einem Samstag und des, Überraschung, durchgehend Regens, also ein sehr schönes Event.

Am Sonntag hatten Sarah, Regina und ich dann eine Tour in die Blue Mountains gebucht (ein canyon-artiger Nationalpark anderthalb stunden weg von Sydney - berühmt für die tolle Aussicht ;))... wir fuhren also um halb 8 morgens zu unserer Pick-up location, es hat natürlich geregnet, und dann um 8 von Sydney richtung Katoomba.
Während unseres kleinen Bustrips, ließen wir uns alle von unserem Guide etwas über australische Geschichte, Sehenswürdigkeiten und die Blue Mountains erzählen (wobei sich die Tatsache, dass er wirklich ununterbrochen sehr monoton geredet hat nicht mit der Tatsache vertragen hat, dass wir um halb 6 aufgestanden waren :D).
Als wir dann in Katoomba ankamen kam die Enttäuschung - überall nebel und starker Regen. Man konnte schon aus dem Bus nur 2 m weit gucken - na toll.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Hoffnung eigentlich schon komplett aufgegeben, überhaupt noch was sehen zu können, aber wir starteten dennoch unseren Walk durch den Regenwald (der an diesem Tag seinem Namen alle Ehre machen konnte ;)) zu einem kleinen Abschnitt der Katoomba-Falls.
An jedem Aussichtspunkt sah man nur eine weiße Wand vor sich und die Atmosphäre auf den Fotos wirkt eher gespenstisch als beeindruckend, aber man muss ja alles mit Humor nehmen! Somit sind wir dann nach einer kurzen Lunch-Pause, in der wir uns mit heißer Schokolade etwas aufgewärmt hatten, noch etwa anderthalb stunden durch den besagten Regenwald gestapft, um dann zu entscheiden, bei gutem Wetter einfach nochmal herzukommen.


Zum Abschluss beinhaltete unsere Tour dann noch einen Boat Cruise über den Parramata River bis zum Sydney Harbour und wie ihr mich kennt liiieeebe ich Boot fahren egal in welcher Situation, aber nach dem Tag war sogar ich so müde und durchgefroren, dass ich einfach nur schnellstmöglich nach Hause, unter die Dusche und dann ins Bett wollte. Meine Gastmum hatte dann sogar als ich reinkam schon den Heizofen aufgestellt, somit wurde der Sonntag abend dann doch noch ganz gemütlich...
Aber ich erinnere nochmal hier ist es eigentlich gerade Frühling, wir sollten 30° und Sonne haben, aber naja stattdessen endete die letzte woche damit, dass ich mit wollsocken, dicker Jogginghose und Pulli vor unserem Heizofen saß :D

Vorgestern war der Regen dann - oh wunder - vorbei! Yeaaahhh! :)
...Und zufällig hatte Regina am Montag rausgefunden, dass die australische Fußball Nationalmannschaft - die Socceroos - am Dienstag in Sydney gegen Costa Rica spielen und die Concession Tickets uns nur $15 kosten würden. Also Nationalelf für 10€ bekommt man in Deutschland lange nicht und immerhin sind sowohl Australien als auch Costa Rica für die WM nächstes Jahr qualifiziert, also dachten wir uns nichts wie hin!
So konnten wir die ersten Sonnenstrahlen seit über einer Woche am Dienstagabend im "Allianz-Stadium" in Sydney genießen!
Vor dem Spiel habe ich noch schnell eine Socceroos-Fahne gekauft, damit wir Australien auch gebührend anfeuern können! Die Stimmung war super gut, Australien hat natürlich gewonnen (1:0) und in der Halbzeit wurde dann ganz klassich Fish&Chips gegessen. Ein super tolles Erlebnis und ich kann euch schon verraten, dass das nicht mein letztes Fußballspiel für diese Woche war, aber dazu dann im nächsten Blogeintrag mehr...
 


Ganz liebe Grüße an euch alle, ich hoffe ihr genießt die Vorweihnachtszeit (ich werde mir hier auch sehr große Mühe geben, wenigstens etwas in Weihnachtsstimmung zu kommen) und ich wünsche euch ganz viel Schnee, der hoffentlich noch da ist, wenn ich wieder komme haha :D :D

Cheers! Pauline :)


Samstag, 9. November 2013

Mein "neues" Zuhause :)

Einen wunderschönen Samstag Morgen wünsche ich euch! :)
Wie ihr ja wahrscheinlich alle schon wisst, habe ich vor zweieinhalb Wochen die Gastfamilie gewechselt. Ich fühle mich richtig wohl hier und das Haus ist einfach wunderschön und gemütlich. Dafür nehme ich dann auch gerne die 45min Busfahrt zur Arbeit in Kauf (immerhin jeden morgen/abend über die Harbour Bridge mit Blick aufs Opernhaus, was will man mehr).
Da viele von euch nach Fotos von meinem Zimmer etc. gefragt hatten, sind hier nun ein paar Schnappschüsse :)














  

Montag, 4. November 2013

Weitere Planung - Weihnachten ist gerettet, belated Happy Halloween, Whale Watching & Milky Chance down under

Cheers Mates!
...wieder hat eine neue Woche down under für mich begonnen und ich habe endlich ein bisschen Zeit euch ein bisschen von der vergangenen Woche zu erzählen. Natürlich soll nach dem etwas negativen Post letzte Woche jetzt mal wieder ein durch und durch positiver Post folgen, denn eigentlich geht es mir hier wirklich super und ich habe wirklich die beste Zeit meines Lebens.

Nach der kurzen Panik letzte Woche, Weihnachten alleine hier in Sydney verbringen zu müssen, weil meine Gastfamilie bis Anfang Januar nach Hawaii fliegt, hat sich jetzt doch noch alles zum Guten gewandt. Meine Hostmum hat sich damit einverstanden erklärt, dass Regina und ihr Freund über Weihnachten und Silvester hier bei mir im Haus einziehen und somit können wir Weihnachten ganz nach unseren Wünschen mit Plätzchen backen, einem richtigen Weihnachtsessen, Deko, Weihnachtsfilmen etc. gestalten. So wird es dann hoffentlich nicht allzu schwer, Weihnachten nicht im gewohnten Umfeld zu verbringen.

Nachdem wir letzte Woche nun auch angefangen haben, unsere Rundreise zu planen, konnte ich jetzt auch meinen Rückflug genau umbuchen und ich kann euch sagen, in 95 Tagen habt ihr mich wieder an der Backe! :D ... Da ich ja aufgrund des Praktikums unter der Woche so gut wie gar keine Zeit habe, etwas zu unternehmen, muss alles auf die noch verbleibenden Wochenenden aufgeteilt werden, was wirklich nach einer sehr guten Planung verlangt. Auf uns warten nämlich noch die Blue Mountains, Port Stephens, ein Surfkurs (Jippiiiehh :) ), diverse kleinere Sachen in Sydney selbst und natürlich das Weihnachtsshopping nicht zu vergessen ;).

Die letzte Woche wurde dann hauptsächlich von Halloween geprägt - hier quasi wie Fasching in Deutschland. Es geht nicht unbedingt darum, besonders gruselig auszusehen, sondern einfach möglichst auffällig zu sein. Seit letztem Samstag trieben sich jeden Abend lauter merkwürdige Gestalten in der Stadt herum, alle auf dem Weg zu einer der vielen Halloweenparties. Besonders süß waren allerdings die ganzen kleinen Kinder, die sich am Donnerstagabend fürs Trick or Treating auf den Weg von Haus zu Haus gemacht haben.
Wir waren dann am Donnerstag bei einer Backpacker Halloween Party in der City, hatten vorher natürlich im Dollar King (sozusagen der 1€ Shop hier) ein paar Schminkutensilien geholt, und standen somit letztendlich den anderen Verkleidungen, trotz fehlendem "richtigem" Kostüm, in nichts nach.



Am Freitag fand dann, anlässlich Sarahs und Xaviers Geburtstag, eine weitere Halloween Party in einem der Student Häuser statt. Wie immer bei diesen Hauspartys war die Stimmung sehr ausgelassen und feucht-fröhlich, so dass die Polizei leider um kurz vor 1 kam und alle, die im "Vorgarten" standen, ins Haus schicken musste, weil es Beschwerden über Lärm gegeben hätte. Die Police Officers waren aber beide selber noch sehr jung und es schien ihnen eher unangenehm zu sein, die Party etwas runterdrosseln zu müssen. Als ihnen dann noch von verschiedenen Seiten Drinks angeboten wurden, wären sie wahrscheinlich eher lieber selbst geblieben ;D

Samstag war das Wetter dann leider nicht so gut, es war total schwül und durch die Bushfire war die ganze Stadt wieder in einen grauen Smog gehüllt. Somit wurde aus dem zweiten Teil der Geburtstagsparty - einem BBQ am Bondi Beach - leider nichts.
Stattdessen waren wir dann am Darling Harbour essen und haben bei einem sehr guten Italiener, das perfekte Geburtstagsmenü für einen sehr günstigen Preis bekommen :).

Am Sonntag stand dann unser Whale Watching Cruise an. Leider war das Wetter immer noch nicht besser, man konnte schon nach circa 10 Minuten Fahrt mit dem Boot, nichts mehr vom Hafen oder der Skyline erkennen. Die "Hinfahrt" war sehr rasant, mit sehr starkem Wellengang und leider schlug da schon einigen das Schaukeln auf den Magen. Am Ende war dann ca. 60% der Passagiere seekrank und wir brauchten uns nicht mehr wundern, warum man schon bei der online Buchung ausführlich über Sea Sickness informiert wurde. Mir hat das ganze nichts ausgemacht, wie ihr ja wisst, liebe ich Boot fahren mehr als alles andere :).
Durch das komische Wetter entstand dann draußen auf dem offenen Meer zwischenzeitlich eine total gespenstische Atmosphäre, weil alle teilweise 15 Minuten lang stumm auf dem leicht hin und her schwankenden Boot standen und auf die Wale gewartet haben, um uns herum der Ozean, der an diesem Morgen eine ganz dunkle, fast schwarze Farbe hatte.

Nach zweieinhalb Stunden Boat Cruise waren wir eigentlich schon halb auf dem Rückweg, als uns eine Walkuh samt Kalb noch einmal total überrascht haben, indem sie gar nicht weit von unserem Boot weg, mehrmals komplett aus dem Wasser herausgesprungen sind. Laut unserem Tour Guide passiert das höchstens ein bis zweimal in vier Wochen, wir haben also echt super viel Glück gehabt und so sind am Ende doch noch extrem gute Fotos mit sehr viel Wal drauf entstanden (Danke an Regina :D).



Mein Praktikum läuft seit dieser Woche auch wieder reibungslos ab und ich habe am Donnerstag erstmals die Chance bekommen, einen komplett eigenen Artikel für unsere Website zu schreiben.
Natürlich wollte ich etwas über Musik schreiben, aber auch ein bisschen was von mir und meiner Heimat mit einfließen lassen und somit ist jetzt am Ende ein Artikel über Milky Chance herausgekommen. Ein junges Künstlerduo aus Kassel, die meiner Meinung nach einen extremen Karrierestart hingelegt haben und zudem noch Musik machen, die man so noch nicht überall gehört hat und die trotzdem aber eine breite Masse an Menschen begeistert.
Meinen Artikel könnt ihr hier anschauen, wenn es euch interessiert ;)
http://eastsidefm.org/2013/11/milky-chance-singer-songwriter-folk-indietronic-from-germany/

So das war es jetzt auch schon wieder zur vergangenen Woche, ich melde mich nächste Woche wieder, wenn es etwas spannendes zu berichten gibt. :)
Ganz liebe Grüße,
Pauline

Montag, 28. Oktober 2013

Alltag, Public Transport, Umzug usw.

Hallo ihr Lieben,
Mittlerweile ist auch hier in Sydney für mich der Alltag wieder eingekehrt und damit auch das erste kleine Tief meines Aufenthalts in Sydney. Irgendwie lief in der letzten Woche nichts so wie geplant, eine Enttäuschung folgte der nächsten und ich musste mir einfach eingestehen, dass Sydney auch nur eine unübersichtliche Großstadt mit normalen Leuten ist. Nichtsdestotrotz natürlich wunderschön.
Es fing also alles damit an, dass mein Praktikum diese Woche entweder ziemlich anstrengend und nervig verlief (Danke an alle Menschen am Telefon, die kein Verständnis dafür haben, wenn man ihr Genuschel nicht gleich beim ersten Mal versteht!) oder einfach ziemlich langweilig und sinnlos.
Mein Chef hat sich dafür am Ende der Woche allerdings auch entschuldigt und ich bin optimistisch, dass die kommende Woche wieder viel besser wird.

Am Donnerstag stand dann mein Umzug an, von Potts Point sollte es nach Cremorne gehen. Nach einer kurzen Panikattacke, als mein Koffer nicht zu ging und der Reisverschluss in dem Moment schon drohte zu platzen (ich weiß absolut nicht wie ich mein ganzes Zeug wieder zurück nach Deutschland bekommen soll...), saß ich abends um kurz vor 6 endlich im Taxi nach Nord Sydney. Einmal runter zum Hafen, über die Harbour Bridge und dann oben auf dem Berg - sagt sich so einfach. Wenn man aber wie ich einen indischen Taxifahrer hat, der nicht weiß wo Cremorne liegt und kein Navi besitzt, gestaltet sich diese Tour schon komplizierter. So haben wir dann, ich mit der Straßenkarte auf dem Schoß, knapp eine Dreiviertelstunde gebraucht, um uns in der Rush Hour nach North Sydney zu quälen.
Das Ganze hat mich am Ende dann stolze $40 gekostet.
Am nächsten Tag wurde mir dann erzählt, dass ich am besten gleich hätte wieder aussteigen sollen, als ich gemerkt hätte, dass der Taxifahrer kein Navi besitzt (eigentlich anscheinend Pflicht hier in Sydney und macht ja auch Sinn) oder dass ich am Ende zumindest die Details des Fahrers hätte aufschreiben sollen, um jetzt mein Geld zurück zu verlangen. Aber daran denkt man ja auch nicht sofort.
Naja, zumindest war ich froh heile mit meinem ganzen Gepäck in Cremorne angekommen zu sein.
Der erste Eindruck vom neuen Haus, meinem Zimmer und der Familie machte das ganze dann jedoch wieder wett. Das Haus ist mega groß und sehr schön eingerichtet. Ich habe ein Queen Size Bett, einen großen Kleiderschrank und ein eigenes Bad - Was will man mehr!

Aber wie gesagt, diese Woche war meine Pech-Woche und somit kam der nächste Dämpfer nur ungefähr eine Stunde später, als ich meine Gastmum fragte, ob es denn okay sei, wenn ich evtl. bis Ende Januar bei ihnen bleiben würde. Sie meinte dann nur, dass das theoretisch kein Problem wäre, dass sie davon aber nichts gewusst hätte (Danke an die "Super-hilfreiche" Organisation) und dass sie nun eben alle am 20. Dez nach Hawaii in den Urlaub fliegen würden. Ich könnte aber gerne auf das Haus und den Hund aufpassen in der Zeit, dann müsste sie keine anderen Mieter finden, die sich um Weihnachten und Silvester um das Haus kümmern. Also konnte ich mich nun endgültig von einem familiären, gemütlichen Weihnachten verabschieden.
Zum Glück habe ich hier super liebe Freunde gefunden und irgendwie werden wir uns schon ein schönes Weihnachtsfest mit dem Hund in dem riesen Haus zaubern.

Am Freitag merkte ich dann zum einen an der Uhrzeit, zu der mein Wecker mich aus dem Schlaf riss, und zum anderen an der Tatsache, dass ich eine geschlagene Stunde von der Arbeit nach Hause brauchte, dass es schon einen Unterschied macht, ob man eine halbe Stunde zu Fuß von der City entfernt wohnt oder ob man immer mindestens zwei Busse nehmen muss, um aus Cremorne rauszukommen.
Das hatte ich so nicht erwartet, eigentlich müsste man doch meinen, dass eine Stadt wie Sydney, in der über 4 Millionen Menschen täglich zur Arbeit und wieder zurück müssen, ein sehr gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln hat. Pustekuchen. Bahnen fahren sowieso nur in der Sydney und wenn, dann eher noch richtung Süd-Westen. Und die Busse kommen hier sowieso wie sie wollen. Mal halten sie einfach nicht an, obwohl du wie blöd winkend am Straßenrand stehst, mal kommen sie 10min früher als angekündigt, mal kommen sie gar nicht und manchmal halten sie eben auch nicht an, wenn du aussteigen willst.

Letzteres ist mir dann Samstag nacht passiert und dieser Trip hat meine Horrorwoche dann engültig perfekt gemacht. Ich wollte also bloß von der Central Station zwei Stationen zu der Bus Station fahren, wo mein Bus nach Cremorne abfährt, habe auch extra den Busfahrer gefragt, ob er dort hält, er meinte ja und somit dachte ich, dass ich auf der sicheren Seite bin. Eine Station danach stiegen ungefähr 100 betrunkene Halloween Gestalten ein, was den Bus in ein unübersichtliches Gedränge verwandelte und den Busfahrer anscheinend dazu veranlasste, nicht mehr in der City zu halten, sondern den direkten Weg über die Brücke zu wählen. Blöd nur für mich, aber gut dachte ich mir, steigst du halt hinter der Brücke direkt aus und nimmst von dort zur Not ein Taxi. Der Bus hielt allerdings auch nicht direkt hinter der Brücke, sondern fuhr auf direktem Weg auf den Motorway, am Olympic Park vorbei, immer weiter, immer schneller, durch einen ewig langen Tunnel hindurch und hielt dann auch erst nach 20min wieder. Dort bin ich dann natürlich sofort ausgestiegen und bekam leichte Panik, als mir bewusst wurde, dass ich mich bloß auf einer kleinen Verkehrsinsel mit zwei Bushaltestellen mitten auf dem Motorway befinde - links und rechts jeweils 3 Spuren, wo die Autos mit 100 an mir vorbei rasten. Mir wurde dann leider auch gesagt, dass es hier unmöglich ist, ein Taxi zu bekommen, dass es aber eigentlich einen 24h Bus Service gebe. Aber wir wissen ja, wie das mit den Bussen hier so ist...
Mir blieb trotzdem nichts anderes übrig, als nachts um halb 2 dort auf der Autobahn, mehr als 30km außerhalb von Sydney, bei sehr geringen Temperaturen und mit nur 15% Handyakku, 50min auf den Bus zu warten, der mich dann hoffentlich wieder zurück in die City bringen sollte.
Der Bus kam zum Glück pünktlich, hat mich nicht übersehen und innerhalb von 15min wieder zurück in die City gebracht. Von dort aus habe ich dann das erste Taxi genommen, was mir begegnet ist und war unendlich erleichtert, als ich um 3 dann endlich in meinem sicheren und warmen Bett lag.

Aber natürlich sind mir nicht nur schlechte Dinge passiert diese Woche, eine Woche wo nur schlechtes passiert gibt es hier glaube ich gar nicht.
Wir haben zum Beispiel am Dienstag endlich unseren lang ersehnten Pancake Abend gemacht und trotz ein paar ungewöhnlichen Zutaten wie "self-raising-flour" (man braucht so angeblich kein Backpulver) und einer nicht beschichteten Pfanne, haben die Pancakes unheimlich gut geschmeckt und uns alle ein bisschen glücklicher gemacht.
Dann war ich mit einer anderen Praktikantin am Mittwoch noch einmal bei den Night Noodle Markets. Die sind Teil des "Good Food Months" hier in Sydney und man kann die Atmosphere dort eigentlich wie bei einem riesigen Picknick mitten in der Stadt beschreiben.
Das Wochenende habe ich dann komplett in der City verbracht. Samstag waren wir erst am Darling Harbour und bei den Paddy's Markets, einem riesigen Indoor Markt in Chinatown, wo es eigentlich nur unglaublich viel Mist und gefälschte Markenware gibt, aber trotzdem macht es irgendwie Spaß dort zu stöbern und Obst und Gemüse ist dort unendlich günstig und sehr lecker.
Am Samstag abend gabs dann ausnahmsweise mal Dinner in der City, ganz stilecht Jägerschnitzel mit Pommes bei einem Fußballspiel im Pub.
Danach haben wir dann noch bei einem sog. International Pubcrawl mitgemacht. Dabei treffen sich ganz viele internationale Students beim Queen Victoria Building, man zahlt $10 und dann zieht die Gruppe durch 4 verschieden Bars/Clubs, man bekommt jeweils freine Eintritt und ein Freigetränk. Eine ganz nette Möglichkeit, um die verschiedenen Bars in der Stadt kennen zu lernen und natürlich vom Preis her unschlagbar.
Gestern habe ich dann mit Sarah (auch eine Praktikantin hier) angefangen, unsere Rundreise nach dem Praktikum zu planen. Gar nicht so einfach, was man da alles beachten muss und es ist so schwer sich zu entscheiden, was man sich noch anguckt und was man doch aus Zeit- und Geldgründen auslässt.
Ich freue mich jetzt schon total auf die Zeit, das wird dann der gebührende Abschluss meines Aufenthalts hier down under.

So, da heute ja Montag ist kann ich nur sagen, auf eine (hoffentlich) bessere Woche, welche heute morgen zwar leider schon mit strömendem Regen und nur 19 Grad begonnen hat, aber eigentlich angesichts mehrerer Halloween-Partys und dem Whale Watching am Sonntag nur gut werden kann.
Ganz liebe Grüße ins herbstliche Deutschland!
Eure Pauline


Montag, 21. Oktober 2013

Happy Birthday Sydney Opera!

Hallo ihr Lieben :)
Das Sydney Opera House feiert dieses Jahr 40. Geburtstag, weshalb gestern Vormittag eine kleine Feier auf dem Opernvorplatz abgehalten wurde - mit ganz vielen Reden, einer Navy Kapelle, einem Chor, einer Tanzeinlage und einem riesigen Cupcake. Das Event nannte sich "Cake & Song" und eigentlich sollte das ganze Publikum zusammen mit dem Chor und der Kapelle Happy Birthday singen und dann sollte jeder einen miniatur Cupacake bekommen. Für uns endete das ganze leider als Song ohne Cake, weil keine Cupcakes mehr übrig waren, als wir mit unserer Tour durchs Opernhaus fertig waren. Wir hätten uns wahrscheinlich direkt nach dem offiziellen Teil draußen mit in die Menge drängeln müssen, um noch etwas abzubekommen, aber naja was soll's...



Montag, 14. Oktober 2013

Schon wieder eine Woche vorbei...

Hallo ihr Lieben :)
Es ist gerade Montag morgen kurz nach 10 und, wir haben nur 17 Grad, es ist bewölkt, stürmt und regnet zwischendurch, man könnte meinen ich befinde mich wieder im deutschen Herbst... Aber ich kann euch beruhigen, ich sitze gerade bei meinem Praktikum im sonst eigentlich sehr sonnigen Sydney. Irgendwie ist es typisch für den australischen Frühling, dass das Wetter hier ständig wechselt und die Temperaturen innerhalb von einem Tag um 15 Grad sinken bzw. steigen können. Aber man gewöhnt sich dran und so habe ich meine schönen, kuscheligen Pullover wenigstens nicht ganz umsonst eingepackt.

Trotzdem merkt man, dass der heiße Sommer mit immer größeren Schritten näher kommt, beispielsweise ist es jetzt immerhin schon bis 7 Uhr hell, was ja schon mal ein Fortschritt ist :D

Gestern war dann wieder so ein besonders heißer Tag und wir hatten beschlossen uns am Coogee Beach zu treffen und dann den Costal Walk in Richtung Bondi Beach zu starten. Eigentlich eine sehr angenehme Tour, ca.6km, in 2 Stunden zu schaffen.
Also starteten wir so gegen 1 bei 36 Grad unseren Marsch, total fasziniert von der unglaublichen Aussicht auf den Ozean. Leider endete der Bush Walk nach ca. 2km plötzlich und wir wussten, wir hatten irgendetwas falsch gemacht :D... ein netter Spaziergänger teilte uns dann mit, dass der Walk zum Bondi Beach genau in die andere Richtung geht und wir gerade quasi bis ans Ende von Coogee gelaufen waren... dumm gelaufen, aber egal, dann ging es halt wieder zurück zum Coogee Beach. In der Zwischenzeit waren die Temperaturen noch weiter gestiegen und nachdem wir uns erstmal im McDonalds wieder aklimatisiert hatten, beschlossen wir den restlichen Nachmittag erstmal am Strand zu verbringen und unseren zweiten Walk zum Bondi Beach dann um 5 zu starten. Eine Abkühlung im Meer war eindeutig das, was wir zu dem Zeitpunkt am ehesten brauchten...
Um 5 bei langsam untergehender Sonne starteten wir dann den Costal Walk zum Bondi Beach in die richtige Richtung. Man kommt dabei an drei anderen Stränden vorbei, dem Tamarama Beach, dem Clovelly Beach und dem Bronte Beach. Alle drei sehr schön und nicht ganz so überfüllt wie Coogee, Mainly und Bondi. Ein Highligtht am Bronte Beach waren die vielen Surfer, die sich gegen Abend im Wasser versammeln, wenn die meisten Schwimmer schon nach Hause gehen.
Passend zum Sonnenuntergang bekamen wir dann auf den letzten Kilometern noch eine relativ große Gruppe von Delfinen zu sehen, die sich extrem nah an der Küste versammelt hatten.

In der letzten Woche hatte ich ein paar Probleme mit dem Wlan in meiner Hostfamily und mit dem mobilen Internet auf meinem Handy, das sollte jetzt aber alles geregelt sein und (zumindest auf dem Handy) wieder einwandfrei funktionieren.

Eine letzte gute Nachricht ist, dass ich in anderthalb Wochen meine Hostfamily wechseln kann, da sich das Ehepaar wo ich momentan lebe doch als etwas merkwürdig herausgestellt hat. Ich werde dann nach Cremorne ziehen, ein Suburb eher im Norden Sydneys, von dort aus brauche ich dann zwar immer ca. eine halbe Stunde in die City, aber dafür ist es eine Familie mit 2 Kindern in meinem Alter und einem Hund. Ich bin sehr gespannt und werde euch auf jeden Fall berichten...